Meine Mission

Meine Geschichte

IFS verändert Leben. Meines. Ich wurde vielfach Zeuge bei anderen. Ich habe früh begonnen vieles im Leben in Frage zu stellen. Die Frage nach dem Sinn meines Lebens beschäftigte mich meine gesamten Zwanziger. Ich hatte so viele Fragen und keine Antworten. Ich war zwar immer begeisterungsfähig, aber gleichzeitig auch völlig orientierungslos. In Büchern fand ich Hoffnung. Das tägliche Lesen wurde zur Routine. Viele schwören auf Meditation, um dieses Bedüfnis nach dem "Sinn" zu stillen. Ich habe es probiert. Immer wieder. Ich hatte wunderschöne Momente während des Meditierens und dennoch konnte ich es nie komplett in meine Routine integrieren.

Ich ging auf Reisen um mich selbst zu finden. Das Gegenteil war der Fall. Ich habe beeindruckende Erfahrungen gesammelt - ja - aber "gefunden" habe ich mich nicht. So viele Eindrücke, so viele Erlebnisse, ständig auf Achse, immer unterwegs. Es war toll, keine Frage. Ich habe viel daraus gelernt. Doch als ich zurück kam nach Wien, wartete eine größere Krise auf mich als vor meiner Abreise. Ich brauchte das Gegenteil: Stille. Lediglich mein Notizbuch und ich. Und die Stille, die anfangs nicht still war sondern voller umherspringender Gedanken und intensivsten Gefühlen. Ich kam mit mir selbst in Kontakt. Gefühle können beängstigend sein. Doch sie haben immer eine Botschaft, die es wert ist gehört zu werden. Lange Zeit danach habe ich keinen Weg gefunden die moderne Welt mit der der Stille zu vereinbaren. Ich kam nie so tief. Die Zeit dafür fehlte. So viele To-Dos, zu viele Sachen um die ich mich kümmern musste. Doch einmal die Erfahrung des inneren Friedens gemacht zu haben, lies mich nicht mehr los. Das war besser als jeder Dopamin Kick. Viel besser. Und seither wusste ich, dass dieses Gefühl nach "Sinn", nach Frieden, nach Freiheit in mir ist - nicht außerhalb. Nichts kann mir dieses Gefühl geben und nichts kann es mir nehmen. Das ersehnte Gefühl lebt in mir. In uns allen. Und es ist immer da. Es wird nur meistens von anderen Teilen überschattet.
So kam ich zu IFS. Anders als andere Modelle der Psyche gibt es hier nicht nur jene besagten Teile, sondern auch den inneren Kern: Das Selbst. Durch Heilung, durch in Kontakt treten mit unseren Teilen trauen diese dem Selbst immer mehr die Führung des Lebens zu. Und das verändert alles. Es ist ein Modell, das nachhaltig ist. Das sich in unser alltägliches Leben integieren lässt.

Meine Persönlichkeitsanteile, die ich teilweise verachtete, teilweise als nervig empfand, teilweise als Folter ansah und teilweise sehr gern mochte (das waren natürlich die Teile mit denen ich mich identifizieren wollte - alle anderen nicht) hatten und haben Geschichten zu erzählen. Und diese Geschichte zu hören, verändert den Blick völlig. Selbstmitgefühl entsteht. Und daraus entsteht echtes Mitgefühl für andere. Der verhärtete Blick wird weicher.

Als Mensch, der einen Teil in sich hat der nach Gerechtigkeit strebt und diesen Planeten sehr stark liebt, spüre ich in IFS meine "Heimat": Würden mehr Menschen ihr Selbst spüren, wäre diese Welt eine andere. Dies ist mein Beitrag. Hier stehe ich mit purer Überzeugung dahinter. An dieser Stelle sei gesagt, dass ich natürlich einen "Sinn" in meiner Arbeit finde. Den wahren Sinn jedoch, das pure Gefühl dessen, finde ich in meinem Selbst.